Cime di Rapa mit Strozzapreti

Diese leicht bittere Kohlsorte wird bei uns leider nur selten angeboten. Als unser Italo-Supermercato Ambrosino eine Kiste davon in der Frischeabteilung vorrätig hatte, wurden die Kochpläne daher kurzfristig umdisponiert.

Das Rezept ist eigentlich gar kein Rezept, denn man muss den Stängelkohl bloss in geeignet grosse Stücke schneiden, dann in reichlich Salzwasser weich garen. Danach wurde der abgetropfte Kohl nur noch mit Olivenöl und ein paar gequetschten Sardellen, ggf. auch etwas Knoblauch kurz durchgeschmort. Mit gekochter Pasta, klassisch sind dazu Orecchiette,  vermischen. Pfeffern, Käse drüber und fertig. Dieses Gericht braucht wirklich nichts an zusätzlicher Würze. edf

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Rosenkohl-Süsskartoffelcurry

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Das Curry habe ich letztlich bei SchönerTagNoch gesehen, die es wohl aus irgendeiner älteren “Lecker” Ausgabe nachgekocht habe. Die Kombination ist auf jeden Fall originell und bringt gerade in der Saison ein bisschen Sonne auf den winterlichen Teller. Ein bisschen musste ich allerdings an den Gewürzen herumbasteln, das kann ich irgendwie nicht lassen.

Zutaten (für zwei mässig Hungrige):

  • 1 grosse Zwiebel hacken und in Butter andünsten
  • 1 Knoblauchzehe und 1 Essl .gehackten Ingwer zugeben
  • 500g halbierte Rosenkohlröschen und ca 500g Süsskartoffel in Würfeln zugeben
  • mit je 1 Teel. Curry Banane und Mangocurrypulver bestreuen und leicht anrösten
  • eine halbe Dose Kokosmilch und Brühe angiessen, nachsalzen
  • ca 15min köcheln lassen
  • mit Granatapfelkernen bestreuen

Schmeckt ausgezeichnet und sieht auch noch hübsch aus.

Rote Rüben-Bourgignon

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Der Winter ist noch immer nicht vorbei und die Wintergemüse brauchen mal wieder neue Inspiration zum Kochen. Schon längst gemarkert und noch immer nicht gekocht: Beet Bourgignon von Anna Jones / A New Way to Eat. Die Idee fand ich mal spannend, ein Rote Rüben-Gericht abseits von Suppe und Salat. Noch schnell die Pilze eingekauft und ab an den Herd.

Zutaten für ca. 4 mittelhungrige Esser:

  • zwei gehackte Zwiebeln und 3-4 Knoblauchzehen hacken und langsam in Rapsöl dünsten
  • 1kg rote Rüben schälen, würfeln
  • 4 Pastinaken schälen, in grobe Stücke schneiden
  • 2 Essl. Tomatenmark mit den Zwiebeln anrösten
  • die gewürfelten Gemüse mit anrösten
  • 1/4l Rotwein und ca 1 l Gemüsebrühe aufgiessen, gff. salzen
  • mit einigen Thymianstengeln und 4 Lorbeerblättern würzen, pfeffern
  • 50g Freekeh (im Original Perlgraupen) zugeben, weich schmoren
  • inzwischen 400g Pilze blättrig schneiden
  • mit 1-2 gehackten Zwiebeln in Öl anbraten
  • zum Schluss mit dem Bourgignon mischen

Dazu gab es bei uns eine mit Milch, Muskat und Thymian sowie Parmesan angereicherte Polenta. Durch das geballte Umami von geröstetem Tomatenmark und Pilzen schmeckt das Ganze relativ wenig gemüsig und ist auch für Fleischfresser geeignet (wenn sie keine Roten Rüben hassen…)

Beim nächsten Mal versuche ich vielleicht noch etwas Miso dazu, um das Umami zu steigern. Und vielleicht  noch ein paar Puy-Linsen dazu, um noch etwas Protein in das Gericht zu bekommen.

Apfelbrot

Wir haben das in der Vorweihnachtszeit zweimal gebacken, und da jetzt noch immer ein paar Äpfel herumlagen, gibt es das eben noch ein weiteres Mal. Das Rezept habe ich von einer Arbeitskollegin in Ulm bekommen. Ich kannte zwar Früchtebrot, aber Apfelbrot war mir bis dahin unbekannt gewesen. Schade eigentlich, denn es ist wirklich eine leckere Art der Apfelverwertung.

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Zutaten:

  • 750 g Äpfel schälen, entkernen und in feine Scheiben schneiden (750g netto ohne Abfall)
  • mit 150- 200g Zucker mischen und mindesten 4h oder über Nacht ziehen lassen
  • 200g Rosinen oder andere Trockenfrüchte
  • 150g Nüsse grob gehackt
  • 1 Teel. Lebkuchengewürz
  • 1-2 Teel. Zimt
  • 500g Mehl (hier 630 Dinkel)
  • 1 1/2 Packungen Backpulver

Alles mit dem Löffel mischen, bis das Mehl eingearbeitet ist. In eine grosse Kastenform für 1,5kg füllen und bei 175Grad für ca 1h bis 1,25h backen.

Schmeckt lecker einfach mit frischer Butter bestrichen….

Gekräuterte Lammkeule mit Bohnengemüse

Dieses Lammkeulenrezept frei nach Nigel Slater gab es schon öfter, weil es nicht nur gut schmeckt, sondern auch weil die Zubereitung wirklich mehr als einfach ist. Das Lamm wird einfach nur mit der Kräutermixtur bestrichen und dann bei 150Grad im Ofen gebacken. Die Gemüsebeilage schmurgelt dabei praktischerweise gleich mit, so dass sich der Arbeitsaufwand sehr in Grenzen hält.

Für die Kräuter werden ca 3-5 Knoblauchzehen (je nach Geschmack und gewünschter “Fahne) mit einem Teel. Salz, einem Stück Butter und 1 Essl. Kräuter (hier Rosmarin, Majoran, Thymian) zu einer Paste zerstossen.

Die Paste gut auf der Lammkeule verteilen, dann mit ca. 250ml Wasser in einer Reine in den Ofen schieben (150Grad). Gelegentlich mit dem Bratensaft begiessen.

Nach ca. 1,5h ein Pfund Cocktailtomaten (oder Dosentomaten) und ein Pfund geputzte grüne Bohnen um das Lamm herumlegen, noch ein bisschen das Gemüse salzen. Nach insgesamt 3 h sollte das Lamm schön weichgeschmort sein.

Dazu gab es warmes Kichererbsenpüree aus ca 300g Kichererbsen mit etwas Essig, Salz und einem Löffel Sesammus abgeschmeckt.IMG_20190126_193140_376

Gemüse-Currycremesuppe mit Topping

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Kaltes graues Winterwetter verlangt nach einem sonnigen und aromatischen Konterpart. Ausserdem war die Gemüseschublade noch gut gefüllt und der Mann verlangte nach Essbarem.

Ein richtiges Rezept ist so eine Suppe ja eher nicht, die Gemüse sind immer flexibel, je nach Vorrat. Hier habe ich allerdings nur helle Gemüse verarbeitet, wie Blumenkohl, Sellerie und Pastinake.

Erstmals 2-3 Zwiebeln in Öl golden anschwitzen, ca 1 kg grob gewürfeltes Gemüse zugeben. Mit 2 Teel. Currypulver, 1 Teel. Kurkuma, etwas scharfem Chilipulver und Kreuzkümmel weiterschmoren, bis alles duftet. Dann mit Wasser oder Brühe (hier Hühnerbrühpulver) weich kochen. Mit einem Schluck Schlagsahne mischen, dann durch den Blender jagen (ich habe einen Omniblend, der macht daraus eine superfeine, sämige Suppe).

Für das Topping ca 200g Pilze grob hacken, mit 50g kleingewürfelter Chorizo knusprig anbraten und zum Schluss die Suppe damit bestreuen.

Blätterteig und Croissants

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Blätterteig steht schon lange auf der Liste der Projekte, die endlich mal angegangen werden müssen.

In diesem Fall habe ich das Rezept von Lutz Geissler aus dem Buch “Brotbacken in Perfektion mit Sauerteig” verwendet. Mit kleinen Unterschieden im Ablauf, die dem Ergebnis nicht geschadet haben.

Da der Beschluss Blätterteig selbst herzustellen, sehr spontan gefasst wurde, haben sich ein paar Fehler im Ablauf eingeschlichen, die bei konzentriertem Durchlesen des Rezeptes vermeidbar gewesen wären. Zunächst sollte der Teig bereits nach dem Vermengen der Zutaten zu einem Quadrat ausgerollt und anschließend im Kühlschrank bei 5°C lagern. Das habe ich allerdings erst gelesen, nachdem der Teig bereits etwa 12 Stunden bei Raumtemperatur gegangen war. Also den Teig zu einem Quadrat gerollt und auf dem Balkon geparkt, der an diesem Tag Wetter bedingt eine Temperatur von 2°C hatte. Innerhalb von einer guten Stunde hatte der Teig dann die 5°C um die Butter einrollen zu können.

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Das Ausrollen des Teiges zog sich dann etwas hin. So, dass die Croissants bis zum nächsten Morgen 12 Stunden bei Zimmertemperatur gehen durften. Anschließend mit Ei abgestrichen. Die empfohlene Backtemperatur von 200°C Heißluft werde ich das nächste mal auf 180°C reduzieren, da ich in einem Backofen von Manz backe und die Croissants am Boden recht dunkel geworden sind.

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