Kimchi-Kässpätzle!

Kimchi-Kässpätzle

Zum ersten Mal sind mit die Kimchi-Kässpätzle bei der Prenzlschwäbin auf Youtube über den Weg gelaufen. Klingt komisch, aber die Idee hat mich angesprungen. Dann habe ich bei Fräulein Kimchi ein Rezept dafür gefunden. Und selbstgemachtes Kimchi hatte ich auch noch, also wurde getestet.

Erstmal Spätzle machen, bei mir aus 400g Dinkeldunst und 4 Eiern. Kochen und bereitstellen.

Dann 4 grosse Zwiebeln in dünnen halben Ringen in Öl karamellisieren, ggf. etwas Speckwürfel dazugeben. Zum Schluss ca 200g Kimchi in der Zwiebelmischung mitbraten.

200g Käse reiben (bei mir eine Mischung aus Gruyere, Bergkäse und Parmesan), dann die Spätzle in eine ofenfeste Form abwechseln mit Käse und der Kimchi-Zwiebelmischung schichten. Ca. 30min im Ofen backen.

Oh Mann, das ist echt eine Geschmacksbombe, cremig, scharf, säuerlich, salzig. Noch besser mit etwas Worchestersauce beträufelt! Klingt pervers, aber versuchen! Dann kommt nämlich noch eine weitere säuerliche Geschmacksrichtung dazu.

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Mum´s Chicken Curry

Chicken Curry

Nach dem Rezept aus “Made in India- Cooked in Britain” von Meehra Sodha. Indische Hausfrauenküche leicht gemacht, vorausgesetzt man hat eine gut gefüllt Gewürzschublade….

Zutaten:

  • 1 Teel. Cumin und 2 Zimtstangen in 2 Essl. Ghee und 1 Essl Rapsöl anbraten
  • 2 gehackte Zwiebeln zugeben und weich schmoren
  • 6cm Ingwer reiben und mit 6 Knoblauchzehen und 2 Chilis zur Paste mörsern
  • Ingwerpaste  für 2 min mit anschwitzen
  • mit 1 Dose Tomaten ablöschen, 1Teel. gemahlener Kumin und 1/2 Teel. Kurkuma zugeben
  • 1 kg Hühnerbeine oder Unterschenkel (enthäutet, aber ich war zu faul) dazu
  • salzen und 30-45min schmoren
  • etwas Joghurt und 3Teel gemahlene Mandeln dazu sowie etwas Garam Masala

Dazu passt natürlich Reis und hier noch Curry-Ofenblumenkohlgemüse. Geht wirklich ziemlich schnell und einfach und schmeckt am nächsten Tag fast noch besser, falls man es schafft noch Rest übrigzubehalten.

Parmesanhuhn mit Majoran vom Blech

Parmesan Chicjen

 

Inspiriert von der Königin der einfachen Hühnergerichte – Diana Henry. Ursprünglich war als Beilage Blumenkohl vorgesehen, der hatte aber keinen Platz mehr auf dem Blech… Ein wirklich supereinfaches Gericht, das man eigentlich noch nicht einmal mit einem Rezept versehen müsste, so simpel ist es.  Reine Arbeitszeit ca. 10 Minuten, perfekt  für einen faulen Kochabend.

Zutaten:

  • 4 Hühnerbeine (hier Maispoularde) salzen und pfeffern
  • 500g Kartoffeln schälen und in Viertel schneiden
  • 500g gelbe Rüben schälen und grob schneiden
  • 2-3 grosse Zwiebeln häuten und vierteln
  • alles auf ein grosses Backblech geben,
  • mit 4-5 Essl. Olivenöl mischen
  • mehrere Zweige frischen Majoran und Thymian dazugeben
  • alles nochmals mit Fleur de Sel oder Maldons bestreuen
  • ACHTUNG, alles soll nur in einer Schicht liegen, sonst wird nichts knusprig
  • bei 200Grad 20 min backen, dann nochmal das Gemüse wenden
  • mit ca. 30g Parmesan bestreuen und 15 min weiterbacken

 

Entenkeule mit Tamarinde und Speck

 

Ente in Tamarindensauce

Wieder einmal ein Beweis, dass manche Dinge einfach nicht sehr gut fotografierbar sind, und schon gar nicht abends mit dem Handy. Egal, trotzdem einen Blogpost wert, sonst gerät mir das Rezept in Vergessenheit. Nachgekocht von Petra Holzapfel, die es wieder wohl aus einer Zeitschrift hatte – ursprünglich Ottolenghi.

Aus Mangel an Beilagen nur pur mit Reis dazu, trotzdem lecker. Das Wirsinggemüse wäre aber sicher prima gewesen…

Zutaten:

  • 100g Räucherspeck im Schmortopf braun ausbraten, dann entnehmen
  • 3 Entenkeulen salzen
  • im Topf mit der Hautseite ca 8-10min braun anbraten
  • überschüssiges Fett abgiessen
  • mit 150ml Rotwein ablöschen, ggf. etwas Wasser zugeben
  • 2 Essl. Sojasauce, 1-2 Sternanis und ein grosser Essl. Tamarindenpaste zugeben
  • 2 Essl. Granatapfelsirup zugeben
  • mit geschlossenem Deckel langsam bei niedriger Temperatur weich schmoren (bei uns ca. 3h)
  • zum Schluss den knusprigen Speck wieder zugeben

Fazit: Mal eine andere Version der Ente, schön säuerlich-salzig. Nach dem anfänglichen Anbraten macht das Ganze keine Arbeit mehr. Wir haben anstelle der vier Stück Sternanis nur eines genommen, schmeckt sonst sehr arg nach Weihnachten, muss man mögen.

 

 

Gewürzkuchen

Sonntag und schlechtes Wetter. Da muss ein Kuchen her, um wenigstens das Gemüt freundlich zu stimmen. Minimal abgewandelt nach dem Rezept von “Zucker, Zimt und Liebe” war der Kuchen ratzfatz zusammengerührt. Sehr praktisch auch, dass dieses Rezept anstelle von Butter mit Öl arbeitet. Die Gewürzmengen habe ich ein bisschen erhöht, ebenso die Menge an Schokolade. Am nächsten Tag schmeckt er eigentlich noch besser, wenn sich die Gewürze noch besser verbunden haben.

Zutaten:

  • 300g Mehl und 50g Speisestärke
  • 225g Zucker
  • 50g Backkakao
  • 10g Weinsteinbackpulver
  • 1 grosse Prise Fleur du Sel
  • 3 Teel. Zimt
  • 1 Teel. Ingwerpulver
  • 1 grosse Prise Muskat
  • 1/4 geriebene Tonkabohne
  • 3 zermahlene Nelken
  • 1 Messerspitze mildes Chilipulver in einer Schüssel vermischen
  • dann in einer separaten Schüssel
  • 2 Eier
  • 100g Rapsöl
  • ca 300ml Milch mit dem Handrührer mixen
  • die Mehlmischung in mehreren Portionen in die Ei-Milch-Masse rühren
  • 70g Schokotropfen unterziehen

Teig in die gefettete und gemehlte Gugelhupfform geben. Bei 180Grad für ca 50min backen. Anschliessend mit Puderzucker bestreuen, alternativ auch Zimtzuckerguss….

 

Lavendelhuhn mit Pfirsich

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Dieses Rezept stand schon seit letztem Jahr auf der Ausprobierliste, musste aber aufgrund saisonaler Mängel bis jetzt warten.

Nachdem jetzt sowohl unser Lavendel blüht, als auch die ersten Pfirsiche auf dem Markt sind, konnte ich das endlich testen, und fürwahr – sehr gut! Die Inspiration kam mal wieder von Diana Henry mit ihrem genialen Hühnerbuch “A Bird in the Hand”, das ich nur empfehlen kann.

Zutaten:

  • ca 5 Hühnerbeine salzen, pfeffern und von beiden Seiten in Olivenöl anbraten
  • herausnehmen und die Pfanne mit 200ml Weisswein ablöschen
  • 1 Esslöffel Honig und 1 Esslöffel Balsamico zugeben und auf die Hälfte reduzieren
  • die Hühnerbeine in eine grosse Auflaufform schlichten
  • 5 Pfirsiche in Stücken zwischen die Hühnerteile verteilen
  • 8 Lavendelblütendolden (teils ganz, teils zerteilt) darüberstreuen
  • mit einer Mischung aus je 2 Löffeln Honig und Balsamico bestreichen
  • bei 190Grad für ca 45 min im Ofen garen, bis alles gebräunt ist

Dazu gab es – sehr französisch – Bratkartoffeln in Gänseschmalz gegart mit etwas Herbes de Provence gewürzt.

Eine tolle Kombi aus süss, etwas floral und würzig. Noch dazu sehr einfach zuzubereiten und auch zum Beeindrucken von Gästen gut geeignet.

Dazu gab es einen Riesling aus dem Elsass vom Weingut Mullenbach in Niedermorschwihr, den Vielle Vignes Sommerberg, der mit seinen fruchtigen Noten sehr gut dazu passte.  Wir haben dort letztes Jahr einige Weine verkostet und dann nach Hause genommen.  Können wir empfehlen, auch vom Preis-Leistungsverhältnis her. Bei unserer Weinprobe am Vormittag waren wir allerdings erstaunt über die Trinkkapazitäten der anwesenden Käufer so kurz nach dem Frühstück. Die haben von jedem Wein 0,1l weggetrunken, wir wären anschliessend nicht mehr heim gekommen….

Oktopus-Salat mit Tomate und Burrata

Oktopussalat

Frischen Tintenfisch gibt es leider im Schwäbischen nur extrem selten. Gut, dass unser italienischer Supermarkt (Ambrosino in Schwieberdingen) wenigsten eine Auswahl an gefrorenen Tintenfischen hat.  Aus den zwei Kilo wurde einerseits Salat für einen heissen Frühsommertag, und andererseits noch ein Eintopf, der zur Pastasauce mutierte.

Den Tintenfisch für den Salat habe ich ganz schlicht zubereitet. Einfach mit etwas Olivenöl und etwas Rosmarin und Lorbeer in einen Topf stecken und bei milder Hitze quasi im eigenen Saft garen. Nicht zu doll kochen, nur simmern. Nach ca. einer Stunde ist das Ganze gar.

Den fertigen Tintenfisch einfach mit etwas Knoblauch, Essig und Öl mischen und abkühlen lassen. Dazu gab es Burrata und ein paar Tomaten und natürlich selbstgebackenes Brot.