Lavendelhuhn mit Pfirsich

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Dieses Rezept stand schon seit letztem Jahr auf der Ausprobierliste, musste aber aufgrund saisonaler Mängel bis jetzt warten.

Nachdem jetzt sowohl unser Lavendel blüht, als auch die ersten Pfirsiche auf dem Markt sind, konnte ich das endlich testen, und fürwahr – sehr gut! Die Inspiration kam mal wieder von Diana Henry mit ihrem genialen Hühnerbuch “A Bird in the Hand”, das ich nur empfehlen kann.

Zutaten:

  • ca 5 Hühnerbeine salzen, pfeffern und von beiden Seiten in Olivenöl anbraten
  • herausnehmen und die Pfanne mit 200ml Weisswein ablöschen
  • 1 Esslöffel Honig und 1 Esslöffel Balsamico zugeben und auf die Hälfte reduzieren
  • die Hühnerbeine in eine grosse Auflaufform schlichten
  • 5 Pfirsiche in Stücken zwischen die Hühnerteile verteilen
  • 8 Lavendelblütendolden (teils ganz, teils zerteilt) darüberstreuen
  • mit einer Mischung aus je 2 Löffeln Honig und Balsamico bestreichen
  • bei 190Grad für ca 45 min im Ofen garen, bis alles gebräunt ist

Dazu gab es – sehr französisch – Bratkartoffeln in Gänseschmalz gegart mit etwas Herbes de Provence gewürzt.

Eine tolle Kombi aus süss, etwas floral und würzig. Noch dazu sehr einfach zuzubereiten und auch zum Beeindrucken von Gästen gut geeignet.

Dazu gab es einen Riesling aus dem Elsass vom Weingut Mullenbach in Niedermorschwihr, den Vielle Vignes Sommerberg, der mit seinen fruchtigen Noten sehr gut dazu passte.  Wir haben dort letztes Jahr einige Weine verkostet und dann nach Hause genommen.  Können wir empfehlen, auch vom Preis-Leistungsverhältnis her. Bei unserer Weinprobe am Vormittag waren wir allerdings erstaunt über die Trinkkapazitäten der anwesenden Käufer so kurz nach dem Frühstück. Die haben von jedem Wein 0,1l weggetrunken, wir wären anschliessend nicht mehr heim gekommen….

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Oktopus-Salat mit Tomate und Burrata

Oktopussalat

Frischen Tintenfisch gibt es leider im Schwäbischen nur extrem selten. Gut, dass unser italienischer Supermarkt (Ambrosino in Schwieberdingen) wenigsten eine Auswahl an gefrorenen Tintenfischen hat.  Aus den zwei Kilo wurde einerseits Salat für einen heissen Frühsommertag, und andererseits noch ein Eintopf, der zur Pastasauce mutierte.

Den Tintenfisch für den Salat habe ich ganz schlicht zubereitet. Einfach mit etwas Olivenöl und etwas Rosmarin und Lorbeer in einen Topf stecken und bei milder Hitze quasi im eigenen Saft garen. Nicht zu doll kochen, nur simmern. Nach ca. einer Stunde ist das Ganze gar.

Den fertigen Tintenfisch einfach mit etwas Knoblauch, Essig und Öl mischen und abkühlen lassen. Dazu gab es Burrata und ein paar Tomaten und natürlich selbstgebackenes Brot.

Huhn mit Paprika und Chili

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Im letzten Urlaub habe ich dieses Rezept von Diana Henry schon einmal gekocht und für gut befunden. Wieder einmal der Beweis dafür, dass mit ganz wenigen Zutaten etwas echt Gutes entstehen kann. Ausserdem ein prima Gericht, wenn es mal ohne wenig Arbeit in der Küche sein soll.

Zutaten:

  • 4 Hühnerschenkel salzen und pfeffern
  • in Olivenöl braun anbraten und aus der Pfanne nehmen
  • 3 rote Paprika in Streifen schneiden, anbraten
  • 3 Knoblauchzehen und 2 getrocknete Chilis kurz mitbraten
  • mit etwas Rotweinessig ablöschen und salzen
  • die Hühnerkeulen auf die Paprika legen
  • bei ca 180Grad für 40min braten

Das Ganze lässt sich in etwa 10 Minuten vorbereiten und macht sich dann eigentlich von alleine. Wer es gerne schärfer mag, kann natürlich noch mehr Chilis verwenden…. Dazu passen Nudeln oder einfach frisches Baguette.

Rhabarberkuchen mit Quarkhaube

Rhabarberkuchen mit Quarkhaube

Nicht gerade das tollste Kuchenfoto der Welt – zugegeben, aber der Kuchen war sehr gut, so dass ich ihn nicht in Vergessenheit geraten lassen möchte. Gefunden habe ich das Rezept bei Chefkoch, verfasst von ettena.

Zutaten:

  • 125g weiche Butter
  • 75g Zucker und 1 Vanillezucker
  • Zitronenschale
  • 1 Ei zu einem Teig verrühren
  • 125g Mehl
  • 100g gemahlene Mandeln
  • 1 gestrichener Teel. Backpulver zugeben und in eine gefettete 28er Springform
  • ca 700g kleingeschnittenen Rhabarber auf den Teig geben
  • bei 180Grad ca 45min backen
  • kurz bevor die 45min zu Ende sind
  • 3 Eiweiss mit einem Löffel Zucker steif schlagen
  • 3 Eigelb mit 75g Zucker cremig schlagen
  • mit 250g Quark mischen und dann den Eischnee unterheben
  • die Masse auf dem Kuchen verteilen und noch 10-15min backen

Der Kuchen muss noch etwas in der Form ruhen, damit er nicht zerbröselt. Ein leckerer Kuchen für alle Freunde des eher säuerlichen Rhabarberkuchens.

Pasta mit Mangold/Sardellen/Chili

Pasta mit Mangold und Sardellen

Der Mangold im Garten vom letzten Jahr treibt schon wieder aus, und bevor er wieder total ausschosst, wurde lieber nocheinmal reichlich geerntet. Diesmal wurde daraus ein schnell improvisiertes Pastagericht, das trotzdem überraschend lecker und würzig war, insbesondere durch die reichliche Zugabe von Sardellen.

Zutaten für 3 Mittelhungrige

  • 3 Knoblauchzehen in reichlich Olivenöl anschwitzen
  • ca 5 Sardellen und eine getrocknete und gemörserte Chilischote zugeben
  • 3-4 getrocknete kleingeschnittene Tomaten dazu
  • ca. 500g reingeschnittener Mangold und andünsten
  • salzen und mit einem Schluck Sahne ablöschen
  • dazu ca 300g Pasta und reichlich Parmesan

Die Zubereitungszeit dauert alles in allem etwa 30 Minuten. Die Sardellen sind nicht wirklich fischig herauszuschmecken, geben aber reichlich Umami. Mit den Chilischoten muss man sich je nach gewünschtem Schärfegrad herantasten. Wir fanden eine einzelne BirdsEye völlig ausreichend, andere sind da vielleicht härter im Nehmen.

Mograbieh-Salat

Mograbiehsalat

 

In den Ottolenghi-Kochbüchern taucht immer wieder einmal etwas auf, das sich Mograbieh oder Israelischer Couscous nennt. Hierzulande eine wirklich schwierig zu findende Zutat. Aber letztlich hatte ein Internethändler doch etwas davon im Angebot, darum wurde flugs bestellt.

Als erstes wurde ein einfacher “Pasta”-Salat getestet, den ich im mediterranen Stil gewürzt habe.

Die Sauce besteht aus Senf, Rotweinessig, dem Öl von getrockneten Tomaten in Öl, Salz, Pfeffer und etwas Pimentón de la Vera. In den Salat kamen noch die restlichen Oliven aus dem Kühlschrank, ein paar kleingeschnittene getrocknete Tomaten in Öl, ein halber Klumpen Feta und eine Handvoll Radieschen und Tomaten. Dazu noch Salzkapern und reichlich Petersilie. Dazu habe ich ca 250g Mograbieh gekocht, das langt für vier Personen, wenn es noch etwas dazu gibt.

Frittata mit dicken Bohnen

Broad bean frittata

Die neue Gartensaison naht allmählich, und wir haben noch nicht einmal die Vorräte des Sommers aufgegessen. Insbesondere die dicken Bohnen haben wir schon wieder angesäht, denn die sind hierzulande kaum erhältlich – selbst anbauen ist angesagt.

Es lag aber noch ein Säckchen davon in der Tiefkühltruhe herum und sollten endlich einmal verarbeitet werden. Darum frei nach Nigel Slaters “Tender” eine Frittata als leichtes Mittagessen.

Zutaten:

  • ca 250g dicke Bohnen blanchieren und auspalen (dauert gefühlt ewig)
  • 4 Eier mit einem Schuss Milch, etwas Senf und etwas Pesto (hier Bärlauch) verkläppern und mit den dicken Bohnen vermischen
  • etwas zerbröselten Feta dazugeben
  • langsam in einer kleinen Pfanne stocken lassen, am besten mit Deckel
  • dann vorsichtig wenden, wenn die Oberfläche gestockt ist und nochmal kurz weiterbraten

Dazu gab es ein paar Scheiben Räucherlachs und den leckeren Kräuter-Bibeleskäs aus dem Elsass.