Bun – Vietnamesischer Reisnudelsalat

Beim Vietnamesen esse ich am liebesten Pho, wenn es kalt ist und Bun-Nudeln bei Wärme. Nachdem das Ganze ja nicht soo schwer sein kann, habe ich endlich mein Kochbuch herausgekramt und ein bisschen frei nachgekocht…

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Anstelle von Rindfleischstreifen habe ich Hackfleisch mit Fischsauce und Sojasoße sowie ein bisschen Sriracha und Zwiebeln krümelig angebraten. Eine gute Alternative

Zutaten für zwei:

250gr Reisnudeln nach Anweisung kochen, abspülen, beiseite stellen

250g Hackfleisch mit Sojasauce, Fischsauce und gehackten Zwiebeln anbraten, mit Sriracha abschmecken

Einige Handvoll Salatblätter in Streifen schneiden, 2 gelbe Rüben und 1/2 Gurke in Julienne schneiden. Wer hat, kann auch noch Sojasprossen dazugeben.

Aus 3 gehackten Knoblauchzehen, 4 Essl. Fischsauce, 2 Essl. Zucker und Weinessig eine Sauce rühren. Mit ca 300ml Wasser verdünnen und mit Pfeffer würzen.

Zum Servieren den Salat in eine grosse Portionsschüssel schlichten, die lauwarmen, abgetropften Nudeln darübergeben. Das warme Hackfleisch über die Nudeln geben, mit einigen Löffeln gehackter Erdnüsse sowie den Kräutern bestreuen. Die Sauce separat dazu reichen.

 

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Georgische Auberginenröllchen mit Walnuss

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Nachdem wir es endlich mal geschafft hatten, unsere Walnüsse aus dem Schrebergarten zu knacken, haben wir jetzt eine ordentliche Menge Nüsse daheim. Auf der Suche nach Verwendungsmöglichkeiten landete ich wieder einmal in Georgien, dort sind Gerichte mit Walnuss-Sauce sehr beliebt, wahrscheinlich wachsen die Walnüsse dort sehr gut. Besonders spannend fand ich die Auberginenröllchen mit Füllung, die man lauwarm oder kalt essen kann.

Zutaten:

  • 2 grosse Auberginen längs in ca 1cm dicke Scheiben schneiden, salzen, stehen lassen
  • mit etwas Öl bestreichen und in Backofen weich garen
  • 2 Handvoll Walnüsse fein hacken (z.B. im Foodprocessor)
  • mit etwas Wasser, Salz, Pfeffer und etwas Öl zu einer weichen Paste verrühren
  • 2-3 Knoblauchzehen gerieben zugeben, falls gewünscht auch Safran
  • 1 Teel. Bockshornkleesamen, alternativ Schabzigerkleepulver, dann weniger nehmen
  • mit dem Saft einer kleinen Zitrone oder alternativ Essig abschmecken
  • die Auberginenscheiben mit der Nusspaste bestreichen und aufrollen

Lauwarm oder kalt geniessen. Prima für ein Vorspeisenbuffet, da es sich gut vorbereiten lässt.

Tagliatelle mit Safranspargel und Lachs

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Die Spargelsaison ist allmählich voll im Schwung und nachdem ich immer noch ein Sabbatical habe, bleibt mehr Zeit zum Kochen. Der Mann freut sich auch, wenn er abends noch etwas Leckeres zum Essen bekommt.

Die Pasta habe ich aus 150g Hartweizenmehl und 50g 550er Mehl sowie zwei Eiern hergestellt und mit der Pastawalze meiner treuen Ankarsrum ausgewalzt.

Für die Spargelsauce wurde ein Pfund Spargel geschält, in Stücke geschnitten und dann mit Butter und gewürfelter Zwiebel angeschmort. Mit einer grossen Prise Safranfäden (aus persischem Direktimport über Kollegen), einem grossen Schluck Schlagsahne, Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluss noch 250g gewürfeltes frisches Lachsfilet in der Sauce ziehen lassen. Mit einem Hauch Parmesan darüber ein kleines Luxusessen unter der Woche.

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Georgischer Kidneybohnensalat

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Salate mit Hülsenfrüchten gibt es bei uns eigentlich ziemlich oft, denn sie lassen sich schnell aus dem Vorrat machen und eignen sich prima zum Mitnehmen oder zur Brotzeit. Letztlich habe ich ein bisschen über Georgische Küche recherchiert und einen Salat frei nach einem Rezept von Olia Hercules ausprobiert.

Zutaten:

  • 1/2 Teel. Bockhornklee sowie je 1 Teel. Koriander und Fenchelsaat trocken anrösten, dann mörsern
  • 1 grosse Zwiebel vierteln und in Öl langsam braun schmoren
  • 2 Dosen Kidneybohnen abtropfen, in den Zwiebeln erwärmen
  • aus 1 Essl. Sherryessig, Rapsöl und etwas Rohrzucker sowie gehacktem Koriandergrün und etwas Dill eine Sosse rühren
  • mit den warmen Bohnen mischen, salzen und pfeffern
  • ein Handvoll gehackte Walnüsse unterziehen

Vietnamesisches Karamell-Huhn

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Eigentlich sollte aus den Hühnerunterkeulen etwas Indisches oder Parsisches werden, aber leider fehlten mir dann ein paar Zutaten. Daraufhin wurde kurz umdisponiert, damit ich den Vorräten gerecht werden kann. Ausserdem stand das schon länger auf meiner Nachkochliste, daher — Check!

Zutaten:

  • 1kg Hühnerbeine oder Unterkeulen enthäutet mit 3 Essl. Fishsauce, 1 Essl. Rohrzucker und 6 Knoblauchzehen, 1 gehackten Thai-Chili und 3cm geriebenem Ingwer marinieren (am besten über Nacht)
  • Hühnerbeine in Öl mit 2 grob geschnittenen Zwiebeln anbraten
  • warm stellen
  • aus 3 Essl. Rohrzucker mit etwas Wasser einen Karamell kochen
  • mit 250ml Hühnerbrühe und Saft von 1-2 Limetten aufgiessen
  • Hühnerteile wieder in die Sauce geben und weich schmoren, dabei die Sauce reduzieren
  • Zum Schluss mit Koriandergrün und Frühlingszwiebeln bestreut servieren

Aus Mangel an anderen gemüsigen Beilagen habe ich zum Schluss einfach noch ein paar Erbsen mitgeschmort. Dazu wie immer bei Asia-Gerichten Basmati-Reis.

Rhabarber-Streusel vom Blech

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Der erste Rhabarber aus dem Garten ist da, leider nicht wirklich genug, darum haben wir einfach noch ein bisschen dazugekauft. Und weil es am Wochenende auch mal Zeit zum Kuchenbacken gibt, gab es einfach einen schlichten Blechkuchen

Zutaten:

  • 400g Mehl
  • 150g lauwarme Milch
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 80g weiche Butter
  • 75g Zucker
  • Vanillezucker
  • 1 grosses Ei

Alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten, 1 Stunde gehen lassen. Nochmal kurz kneten und auf ein Blech geben. Mit 1kg kleingeschnittenem Rhabarber belegen.

Aus 80g Butter, 90g Zucker und 200g Mehl mit 1 Teel. Zimt und etwas Tonkabohne einen Streuselteig kneten. Die Streuselmasse über den Rhabarber streuen. Bei 200Grad ca 20-30min backen.

Der Kuchen ist nicht besonders süss, wer mehr Süsse möchte, kann zusätzlich noch etwas Zimtzucker über den Rhabarber streuen.

Suppe der Braut Ezo

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Über eine Rezeptvariante bin ich letztlich auf meinem Blogfeed gestolpert, und da wir erstens gerne Suppe essen und zweitens der häusliche Schwabe immer für Linsen begeistert werden kann, habe ich meine eigene Variante dieser türkischen Arme-Leute-Suppe gekocht. Bei mir sind noch pürierte Gemüsereste von einer Hühnerpfanne vom Vortag hineingewandert, geht aber auch ohne.

Zutaten:

  • 250g rote Linsen und je zwei Esslöffel Risottoreis und Frekeeh (eigentlich Bulgur) waschen
  • in etwas Öl anrösten, dann mit Gemüsebrühe aufgiessen
  • Salz, Chili (hier Chili pequin- scharf und Pulbiber) zugeben
  • weich köcheln (hier ist bei mir noch Gemüsepüree in der Suppe gelandet)
  • ein Essl. Mehl in Butter anrösten, mit reichlich türkischer oder ungarischer Paprikapaste mischen
  • zum Schluss in die Suppe geben und gut verrühren

Bei uns gab es dazu noch in der Einbrenne gebratene Paprika-Bratwürstchen in groben Stücken dazu. Eigentlich ist die Suppe aber vegetarisch.

Die Textur mit den weichen Linsen, den etwas festeren Reis-und Frekeeh-Körnern und der samtigen Einbrenne gibt ein besonders angenehmes Mundgefühl.