Bauernbrot nach Günther Weber

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Nachdem wir letztes Wochenende auf dem Lorettohof zur Lesung von Lutz und Björn waren, konnten wir auch die Backstube von Günther Weber bestaunen. Natürlich haben wir uns auch eine Brotzeit im Hofladen geholt, mit Holzofenbrot und Ziegenkäse. Weil das alles sehr lecker war, wollte ich auch mal eins der Lorettorezepte nachbacken und wurde im Plötzblog fündig. Ich habe allerdings das 550er Mehl im Hauptteig durch 630er Dinkelmehl ersetzt und den Hefevorteig mit meinem restlichen 812 angesetzt. Leider hatte mein Brot noch ein bisschen Untergare und daher einen kleinen Riss seitlich bekommen. Geschmacklich ist es aber ein helles, kerniges Bauernbrot, das einfach nur mit Butter schon köstlich schmeckt. Durch die eher kürzere Gehzeit kann man es auch abends noch nach der Arbeit backen.

Zutaten:

  • Sauerteig aus 120g Roggenmehl 1150
  • 100g Wasser und
  • 8g Anstellung für 18h reifen lassen
  • Vorteig aus 75g Weizenmehl 812 (oder 550)
  • mit 75g Wasser
  • 0,1g Hefe ebenfalls 18h reifen lassen

Hauptteig:

  • beide Vorteige
  • 375g Weizen 1050
  • 125g Dinkel 630
  • 13g Salz
  • 6g Hefe
  • 300g Wasser

ca 5min langsam, dann ca 7min schneller kneten. Teig löst sich vom Schüsselboden. Dann 45min Teigruhe. Rundwirken und mit dem Schluss nach oben ins runde Gärkörbchen setzen. Bei 24Grad braucht der Laib ca 50min. Dann stürzen, kreuzweise einschneiden und bei 250Grad fallend auf 200Grad ca 60min mit Schwaden backen.

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Pizzateig nach Lutz Geissler

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Für das Wochenende hatte ich mal wieder Pizza geplant und wollte mal einen neuen Teig ausprobieren. Die Pizza Manitoba vom Plötzblog hatte ich schon einmal gebacken, allerdings fand ich den Teig von der Formbarkeit etwas problematisch, weil er so elastisch war, dass ich ihn fast nicht dünn ziehen konnte. Aber zum Glück gab es ja Alternativen, nämlich den Pizzateig aus dem Jahre 2013 mit Hartweizen, Weizen und Vollkorn.

Die Herstellung war völlig problemlos und der Teig liess sich auch beim Ausziehen sehr gut bearbeiten. Oben drauf gab es die beliebte Auflage mit Hummus, frischen Tomaten, Sardellen, Oliven und Mozzarella. Aber Pizzabelag ist Geschmacksache. Der Teig jedenfalls war schön luftig und knusprig. Das komplette Rezept langt allerdings für eine hungrige Grossfamilie. Aber man kann ja noch Pizzabrot backen oder so ähnlich….

Zutaten

  • 100g Weizenvollkornmehl
  • 300g Hartweizenmehl
  • 350g Weizen 550
  • 430g Wasser
  • 40g Olivenöl
  • 15g Salz
  • 7g Hefe

Alles ca 5min langsam und 10min schnell kneten. 1h ruhen lassen, dann dehnen und falten. Für 24 bis 72h in den Kühlschrank und alle 24h zusammendrücken. Zum Verbacken einfach ein Stück herausstechen, formen und belegen.

Träubleskuchen

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Warum gerade meine urfränkische Oma mir ein Rezept für Schwäbischen Träubleskuchen hinterlassen hat, wird wohl für immer ein Rätsel bleiben. Trotzdem ist das alte Familienrezept ein echter Knaller in der Johannisbeersaison. Schnell gemacht, superknuspriger Boden, der kaum durchweicht und nicht zu süss. Und obwohl ich als Kind mit allen möglichen Johannisbeerzubereitungen gequält wurde, weil wir soo viel davon hatten, diesen Kuchen mag selbst ich!

Zutaten:

  • 175g Mehl und 75g Speisestärke mischen
  • 125g kalte Butter
  • 125g Zucker
  • 1 Teel. Backpulver, Schale einer 1/2 Zitrone
  • 2 Eigelb

mit dem Messer zu einem krümeligen Teig hacken, dann schnell verkneten und mindestens 30min kalt stellen. Anschliessend eine 28cm Springform mit dem Teig auskleiden ( einen Teigrest für den Rand übrigbehalten) und bei 180Grad goldbraum vorbacken.

In der Zwischenzeit die restlichen Eiweiss, 100g Zucker und 2 Essl. Speisestärke zu einer Baisermasse aufschlagen, 500g Johannisbeeren unterziehen.

Den vorgebackenen Boden nun mit dem Teigrest einen Rand verpassen (Achtung, nicht die Finger verbrennen – heiss!) und die Beeren-Baisermasse einfüllen. Nochmals leicht golden backen (bei mir ca 25min).

Gochujang-Bolognese

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Eine der wichtigsten Zutaten in der koreanischen Küche ist Gochujang – eine aromatisch scharfe Chilipaste, die für diverse Gerichte benötigt wird. Auf der Suche nach einer weiteren Verwendung für die doch gut vorhandene Restmenge erinnerte ich mich an eine Sauce, die ich mir auf Pinterest einmal angepinnt hatte. Eigentlich eine Variante von Bolognese, aber eben mit scharf-asiatischem Akzent. Eigentlich genau richtig für das heisse Wetter, denn Chili ist gut gegen Hitze!

Zutaten:

  • 1 Zwiebel hacken und in Öl anschwitzen
  • 1 grosser Essl. Gochujang und etwas Knoblauch mitrösten
  • ca 200g Hackfleisch zugeben und krümelig anbraten
  • mit ca 200ml Tomatenpassata aufgiessen und 15min einköcheln
  • mit Salz und etwas Sojasauce abschmecken
  • zum Schluss eine Mischung aus geriebenem Cheddar und Parmesan unterheben

Wer mag, kann auch noch ein bisschen Schmand dazugeben. Dazu gab es bei mir “stilecht” Udon-Nudeln. Mir hat die Sauce sehr gut geschmeckt. Nachdem die Zubereitungszeit viel kürzer ist, als meine üblichen Nudelsaucen ist das eine gute Alternative für den schnellen Nudelhunger.