Bananenkuchen mit Körnchen

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Ich hatte noch die antikesten Bananen der Welt im Kühlschrank, die noch dringend verarbeitet werden sollten. Beim Stöbern nach Rezepten fand ich einen interessanten Bananenkuchen in “A modern way to eat” von Anna Jones. Das spannende daran ist der hohe Anteil an kleinen Saaten, die das Ganze ziemlich kernig machen. Ein bisschen musste ich abwandeln und mich nach meinen Vorräten richten, aber das Ergebnis ist ziemlich lecker, hat allerdings so ein bisschen Ökotouch. Der Kuchen ist eher schwach süss, taugt daher auch gut als Marmeladenunterlage

Zutaten:

  • 250g Dinkelvollkornmehl
  • 125g Rohrzucker
  • 150g kleine Saaten (hier Leinsamen und Sesam, Mohn geht auch)
  • 1 Prise Salz
  • 1 Teel. Backpulver vermischen
  • in einer zweiten Schüssel 2-3 reife Bananen hermüssen
  • Saft und Schale einer Bio-Orange
  • 1 Teel. Chiasamen
  • 1-2 Essl. Orangenmarmelade
  • 2 Essl. Olivenöl
  • 2-3 Essl. Joghurt
  • 2 Eier verquirlen
  • Die feuchten Zutaten in die trockenen einrühren, nicht übermixen

Bei 200Grad in einer gebutterten Kastenform für 40-45min backen.

Ofenkürbis nach Ottolenghi

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Eigentlich kaum zu begreifen. Vor einem Jahr schon habe ich mir Ottolenghis Gemüsekochbuch gekauft, über den Seiten gesabbert und dann – nichts daraus gekocht. Warum nur? Aber heute bin ich dem ersten Rezept auf die Pelle gerückt, nämlich dem Ofenkürbis. Sicherlich das einfachste Rezept aus dem Kochbuch, aber selbst hier müssen diverse Komponenten hergestellt werden. Trotzdem relativ schnell gemacht, vegetariertauglich und vor allem so lecker, dass es schwierig mit dem Aufhören war. Ein bisschen habe ich an der Würzung und den Kräutern rumgepfuscht, Yotam möge mir verzeihen…

Zutaten

  • 1 grosser Hokkaido, entkernt und in dicken Spalten
  • mit 3 Essl. Olivenöl und
  • 1Teel. Zimt, etwas Langpfeffer und 6 gemörserten Pimentkörnern mischen
  • ca 30-40min bei 220 Grad im Ofen backen
  • anschliessend ein paar Löffel Kürbiskerne bei 180Grad im Ofen rösten, ca 6min.
  • 1 Bund Petersilie, etwas Koriandergrün und
  • 2 Knoblauchzehen in Olivenöl pürieren und in ein Schälchen füllen
  • 200g vollfetten 10% Yoghurt mit
  • 1-2 Teel. Srirachasauce und etwas Salz verrühren

Die Kürbisspalten mit dem Joghurt und der Kräutersauce beträufeln. Kürbiskerne drüberstreuen.

Buchweizen-Sauerteigbrot

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Zutaten:

200g Buchweizen schon einige Stunden vorher in der Pfanne langsam anrösten. Den Buchweizen 1h vor dem Verarbeiten in Wasser einweichen und dann im Sieb abtropfen lassen.

  • Sauerteig aus 20g ASG
  • 120g Wasser
  • 60g Weizenvollkornmehl
  • 60g T65 für 12-16h stehen lassen
  • davon 200g Sauerteig abnehmen und mit
  • 100g Weizenvollkornmehl
  • 600g T80
  • 300g T65
  • 650g Wasser mischen und zur Autolyse stellen (40-60min)
  • 25g Salz und 100g Wasser unterkneten

Das Kneten kann entweder in der Maschine für ca 8min erfolgen, im Anschluss noch 2x stretch and fold, dabei beim ersten Falten den Buchweizen untermischen.

Alternativ ca 6-8mal stretch and fold alle 20-30Minuten in der Teigschüssel. Den Buchweizen beim zweiten Falten untermischen. Dauert ca 3 Stunden.

Den Teig anschliessend in gebutterte 1kg-Formen einfüllen, zur Gare stellen, einschneiden und bei 275Grad mit Dampf anbacken. Nach 10min die Temperatur auf 230Grad senken und insgesamt ca 50min backen.

 

Gravlax mit roter Beete

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Okay, das Foto hat eher dokumentarischen Wert. Mangels eines ordentlichen langen Messers mussten wir den Lachs etwas kleiner schneiden. Aber geschmacklich – erste Klasse.

Das Rezept stammt von meinem momentanen Küchenguru Nigel Slater und hat uns kulinarisch durch die Silvesternacht gebracht. Der Lachs mariniert für wenigstens 48h im Kühlschrank, wird dann abgespült und ist dann servierbereit. Praktisch für ein Buffet mit mehreren Personen.

Zutaten:

  • 100g brauner Zucker
  • 175g grobes Salz
  • 10g grob gestossener Pfeffer
  • 4 Essl. Vodka
  • ein Bund Dill gehackt
  • Zesten von zwei Zitronen
  • 2 Essl. Orangenzesten
  • ca 500g grob geraffelte Rote Beete
  • 800g Lachs mit Haut, entgrätet

Alle Zutaten ausser dem Lachs vermischen. Den Lachs mit der Hautseite nach unten in ein ausreichend!!! grosses Gefäss geben (Glas oder Porzellan), mit der Gewürzmischung einreiben und mit Klarsichtfolie abdecken. Anschliessend mit einigen Gewichten beschweren und im Kühlschrank marinieren. (Das Gefäss sollte ausreichend gross sein, sonst läuft die rosa Fischbrühe quer durch den Kühlschrank. Fragt nicht woher wir das wissen)

Vor dem Essen die Würzmischung herunterschaben und ggf. kurz abspülen. Dazu gab es Fenchel-Orangen-Zwiebelsalat und Sauerrahm mit Dill.

 

Zitronenhuhn in Milch

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Das letzte der französischen Label Rouge-Hühner wartete noch in der Kühltruhe auf seinen Auftritt. Nachdem man so einem Tierchen auch alle Ehre antun sollte, durfte es ein Schönheitsbad in Milch nehmen, um danach in voller Pracht auf den Teller zu kommen.

Das Rezept ist ein Jamie Oliver-Klassiker, der das Ganze wohl von den Italienern abgeguckt hat, denn aus der Toskana kenne ich durchaus Gerichte in Milchsauce. Jedenfalls ist das Rezept sehr einfach nachzumachen und die leckere Sauce ist einfach ein Knaller. Bei uns gab es schlichte Stampfkartoffeln als Beilage.

Zutaten:

  • 1 grosses Huhn salzen
  • 1 Biozitrone mit dem Sparschäler abschälen
  • Die Zitrone und ein Paar Knoblauchzehen ins Huhn stecken
  • Huhn von allen Seiten in Öl braun braten
  • in eine gut passende ofenfeste Deckelform legen
  • 500ml Vollmilch angiessen
  • die Besten und noch ein paar Knoblauchzehen zugeben

 

Bei ca 180Grad mit geschlossenem Deckel für 30min backen, dann ca 1h mit offenem Deckel weitergaren. Die Milch kocht sich dabei um ein gutes Stück ein, gerinnt zu Molkeeiweiss und nimmt noch den ganzen Hühnergeschmack auf.

Ein grosses Huhn langt mit Beilagen für gute vier Personen. Auch für Gäste empfehlenswert, da man völlig stressfrei alles vorbereiten kann.