Quiche mit Stilton und Kürbis

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Schatzsuche in der Tiefkühle, schliesslich will ich nicht tonnenweise Futter umziehen. Ein Rest Kürbiswürfel wollte dringend weg, es gab noch Quittenpaste vom Urlaub vom vorletzten Herbst in Teneriffa und ein Packerl H-Schlagsahne. Da war doch was – ach ja, der Herr Ottolenghi. Und als der Käsemann am Markt auch noch Stilton hatte, war das Glück perfekt. Dabei macht sich so eine Quiche doch eigentlich recht schnell und einfach. Komisch, dass ich das dann doch so selten backe.

Die Geschmackskombination aus süssem Kürbis, scharfem Stilton und weicher Eiercreme ist jedenfalls eine Kaloriensünde wert. Den Inhalt der 26cm Springform haben wir nur unter Aufbietung aller mentalen Kräfte nicht!!!! aufgefuttert. War aber schwierig.

Zutaten:

  • Mürbeteig aus
  • 250g Mehl
  • 125g Butter
  • 1 Ei, Prise Salz, etwas Thymian verkneten, kalt stellen.

Aus

  • 200g Sahne
  • 150g griechischem Joghurt
  • 3 Eiern
  • 150 zerbröseltem Stilton
  • ca 300g Kürbiswürfeln
  • Handvoll TK-Erbsen (Eigenanbau)
  • ca 75g Quittenpaste in Würfeln
  • Salz/Pfeffer einen Guss mischen

Den Teig in der Form auswellen, ca 15min bei 200Grad vorbacken. Die Füllung darüber verteilen. Mit Parmesan bestreuen ( meine Adaptation) und ca 45min backen.

Lammbauch mit Aprikosenfülle

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Wieder mal ein Verwertungsversuch für eher unbekannte Stücke vom Lamm. Diesmal mussten wir uns Gedanken zur Verwertung von Lammbauch machen. Zum Glück wurde ich im River Cottage Kochbuch fündig und habe dann davon inspiriert den Lammbauch gefüllt. Glücklicherweise war das Lamm zwar fett, aber das Bauchfett war noch von genügend Fleisch durchzogen. Trotzdem schmorte die Rolle fast vier Stunden im Ofen und es musste auch reichlich Fett abgeschöpft werden.

Trotzdem ein feines Essen für einen langen, faulen Wintertag zu Hause. Da Lammbauch normalerweise sehr günstig zu haben ist, kann man damit für wenig Geld viele Leute satt bekommen. Wir haben dazu ein Pastinaken-Kartoffelpüree und Salat gegessen.

Zutaten (für 4-6, je nach Hunger)

  • 1,5kg Lammbauch
  • mit Senf bestreichen und salzen
  • Füllung aus 1 Handvoll gehackten Softaprikosen
  • 1 gehackten Zwiebel
  • 1 Ei
  • 4 Essl. Semmelbrösel (hier Altbrotbrösel)
  • etwas Chili und Thymian

Die Füllung auf den Lammbauch streichen, das Ganze zusammenrollen und verschnüren. Bei 140Grad ca 3-4h im Ofen garen, dabei mit Rotwein angiessen. Das Fett abschöpfen (ich brauche dringend mal ein Fett-Trennkännchen….), den Bratensatz nochmal ablöschen und abschmecken.

Ofenkürbis nach Ottolenghi

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Eigentlich kaum zu begreifen. Vor einem Jahr schon habe ich mir Ottolenghis Gemüsekochbuch gekauft, über den Seiten gesabbert und dann – nichts daraus gekocht. Warum nur? Aber heute bin ich dem ersten Rezept auf die Pelle gerückt, nämlich dem Ofenkürbis. Sicherlich das einfachste Rezept aus dem Kochbuch, aber selbst hier müssen diverse Komponenten hergestellt werden. Trotzdem relativ schnell gemacht, vegetariertauglich und vor allem so lecker, dass es schwierig mit dem Aufhören war. Ein bisschen habe ich an der Würzung und den Kräutern rumgepfuscht, Yotam möge mir verzeihen…

Zutaten

  • 1 grosser Hokkaido, entkernt und in dicken Spalten
  • mit 3 Essl. Olivenöl und
  • 1Teel. Zimt, etwas Langpfeffer und 6 gemörserten Pimentkörnern mischen
  • ca 30-40min bei 220 Grad im Ofen backen
  • anschliessend ein paar Löffel Kürbiskerne bei 180Grad im Ofen rösten, ca 6min.
  • 1 Bund Petersilie, etwas Koriandergrün und
  • 2 Knoblauchzehen in Olivenöl pürieren und in ein Schälchen füllen
  • 200g vollfetten 10% Yoghurt mit
  • 1-2 Teel. Srirachasauce und etwas Salz verrühren

Die Kürbisspalten mit dem Joghurt und der Kräutersauce beträufeln. Kürbiskerne drüberstreuen.

Zitronenhuhn in Milch

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Das letzte der französischen Label Rouge-Hühner wartete noch in der Kühltruhe auf seinen Auftritt. Nachdem man so einem Tierchen auch alle Ehre antun sollte, durfte es ein Schönheitsbad in Milch nehmen, um danach in voller Pracht auf den Teller zu kommen.

Das Rezept ist ein Jamie Oliver-Klassiker, der das Ganze wohl von den Italienern abgeguckt hat, denn aus der Toskana kenne ich durchaus Gerichte in Milchsauce. Jedenfalls ist das Rezept sehr einfach nachzumachen und die leckere Sauce ist einfach ein Knaller. Bei uns gab es schlichte Stampfkartoffeln als Beilage.

Zutaten:

  • 1 grosses Huhn salzen
  • 1 Biozitrone mit dem Sparschäler abschälen
  • Die Zitrone und ein Paar Knoblauchzehen ins Huhn stecken
  • Huhn von allen Seiten in Öl braun braten
  • in eine gut passende ofenfeste Deckelform legen
  • 500ml Vollmilch angiessen
  • die Besten und noch ein paar Knoblauchzehen zugeben

 

Bei ca 180Grad mit geschlossenem Deckel für 30min backen, dann ca 1h mit offenem Deckel weitergaren. Die Milch kocht sich dabei um ein gutes Stück ein, gerinnt zu Molkeeiweiss und nimmt noch den ganzen Hühnergeschmack auf.

Ein grosses Huhn langt mit Beilagen für gute vier Personen. Auch für Gäste empfehlenswert, da man völlig stressfrei alles vorbereiten kann.

Mangold-Quiche

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Noch eine Variante gegen die Mangoldschwemme – diesmal die Variante der klassischen Quiche. Dazu eignet sich auch ein Rest von Mangoldgemüse, der vom Vortag übrig geblieben ist. Der Rest der Quiche lässt sich auch prima kalt essen. Beim Käse kann man prima alle möglichen Reste aus dem Kühlschrank verwenden. Bei mir war es eine Mischung aus Gouda, Feta und Gruyere.

Zutaten:

  • 250g Mehl
  • 125g kalte Butter
  • 1 Ei
  • 1/2 Teel. Backpulver und 2 Essl. kaltes Wasser zu einem Teig kneten
  • mindestens 1 h kalt stellen
  • aus 2 Eiern, ca 100g geriebenem Käse, 1/2 Becher Schmand, Salz und Pfeffer einen Guss zusammenrühren
  • eine 26cm Springform mit dem Mürbeteig auskleiden, einen Rand formen
  • ca 2cm hoch gedünsteten, abgetropften Mangold darauf verteilen
  • den Guss darüber verteilen
  • bei 180Grad ca 30min goldbraun backen

Hummus-Pizza

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Auf die Idee eine Pizza mit Bohnenmus anstelle von Tomatensauce zu belegen bin ich bei Everyday Veg gestossen. Nachdem wir schon einmal das Rezept mit weissen Bohnen ausprobiert hatten kam nun eine Hummus-Variante dran. Damit das Ganze noch einen Hauch Orient mehr bekommt, wurde zart mit RasElHanout gewürzt.

Zutaten für ein nicht ganz volles Blech:

  • Pizzateig (nach Vorliebe, hier die Pizza Manitoba aus dem Plötzblog)
  • 1 Dose Kichererbsen mit
  • 1/2 Teel. RasElHanout,
  • etwas Olivenöl und Tahini pürieren, salzen und auf den Teig verteilen
  • mit zusätzlich Oliven, Ofentomaten, Büffelmozzarella, Kapern und Sardellen belegen

Eine superschnelle Pizzavariante, geht viel schneller, als noch vorher ein kleines Tomatensösschen zu kochen. Ausserdem gut sättigend durch das zusätzliche Protein aus den Kichererbsen. Natürlich kann man auch andere eingedoste Bohnen anstelle der Kichererbsen verwenden.

Ente mit Bohnengemüse

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Am Wochenende wird bei uns ja meistens eher aufgekocht, als unter der Woche. Zuerst zog mein Freund etwas Entenbrust aus der Tiefkühle, danach ging es ans Brainstorming für die Beilage. Erstmal dachten wir an Linsen, aber dann entschlossen wir uns doch die Packung französische weisse Bohnen aufzubrauchen. Heraus kam letztendlich ein Bohnen-Tomatengemüse, das sich sowohl als Beilage eignet, als auch als eigenständiges Eintopfgericht.

Zutaten:

  • 250g weisse Bohnen einweichen und mit Lorbeer gar kochen
  • einige Schalotten und Knoblauchzehen hacken
  • in etwas Öl/Butter weich dünsten
  • mit 1 Dose gehackten Tomaten aufgiessen
  • mit Thymian und etwas Fenchelsaat würzen, salzen
  • ca 15min langsam köcheln
  • die gekochten Bohnen untermischen und noch ca 10-20min weitergaren.

Dazu gab es ganz schlichte Entenbrust (erst sehr langsam in der Pfanne auf der Hautseite das Fett herausbraten, dann in der Auflaufform mit der Haut nach oben in den Ofen schieben. Mit Salz/Pfeffer/Senf würzen. Bei ca 140Grad rosa braten) und selbstgebackenes Wurzelbrot nach einem Rezept von Dietmar Kappl, nämlich das Paillasse de Lodève, nebenbei ein sehr empfehlenswertes Rezept.