Pasta brutale (one pot pasta)

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Seit einiger Zeit zieht die One Pot Pasta im Netz ihre Kreise, von mir mit einem gewissen Interesse und noch mehr Skepsis beäugt. Aber nachdem heute Not an der Frau war, gab ich der Pasta doch eine Chance. Nach einem der vielen Grundrezepte nun meine Version der superschnellen Pasta für Leute mit Hunger und fast nix zu Hause.

  • 1 Zwiebel hacken und in Öl anschwitzen
  • 1 400g Dose Kirschtomaten
  • 1 Teel. Oregano, etwas Chilipulver
  • 1 Essl. Salzkapern
  • 225g Pasta
  • 250ml heisse Brühe
  • köcheln, bis die Pasta gar ist
  • 1 kleine Dose Thunfisch in Öl unterheben

Fazit: Besser, als erwartet. Nudeln nicht matschig. So schnell wie ein Fix für ….was auch immer. In der Notsituation mit viel Hunger, wenig Zeit und fast nix zu Hause eine immerhin achtbare Alternative zum Käsebrot.

Spargel-Nudelsalat mit Petersilienpesto

Nudelsalat mit Spargel und Petersiliensauce

Endlich mal wieder Grillwetter! Und passend dazu den obligatorischen Nudelsalat. Diesmal inspiriert vom Markteinkauf mit Petersilie und grünem Spargel. Aus einem Bund Petersilie habe ich im Blender mit Tahini, Essig, Senf, Salz, Ahornsirup und Öl eine Art Pesto-Vinaigrette püriert, so dass sich eine sämige grüne Sauce ergibt. Nachdem ja ohnehin jeder seine Vinaigrette nach Geschmack würzt, gebe ich hier keine genauen Mengen an.

Das Dressing mit gekochten Nudeln (hier 300g Rohgewicht), 500g in Butter gebratenem Grünspargel, 150g zerbröseltem Feta und einigen in Streifen geschnittenen getrockneten Tomaten mischen. Durchziehen lassen, ggf. nachwürzen.

Da das Ganze ohne Mayonaise gemacht wird, besteht keine Gefahr, dass der Nudelsalat schnell schlecht wird. Und Vegetarier werden auch noch glücklich gemacht.

 

Krautkrapfen – allgäuerisch

Krautkrapfen

Meine Oma väterlicherseits war aus dem Allgäu. Daher wurde in unser heimatliches fränkisch-bayerisches Kochrepertoire auch “ausländisches” Essen integriert. Meine Mutter hat das nur sehr selten gekocht, denn ohne Nudelmaschine ist das Ganze schon etwas aufwendig. Vor allem, wenn man für zwei hungrige Teenager kocht, die sowieso fressen wie die Wanderheuschrecken. Inzwischen muss ich leider selbst zur Tat schreiten, aber eigentlich war es zu zweit nicht soo aufwendig.

Zutaten (für 3 verfressene oder 4 normale Esser):

  • 350g Mehl und
  • 3-4 Eier, Prise Salz, etwas Wasser zu einem Nudelteig kneten
  • mindestens 30min ruhen lassen.
  • 200g geräucherten Speck gewürfelt ausbraten
  • im Speckfett 2 gehackte Zwiebeln karamellisieren lassen
  • ca 800-1000g frisches Sauerkraut zugeben
  • mit etwas Lorbeer und Wacholder 30min weich dünsten.
  • Nudelteig durch die Maschine drehen,
  • die Teigbahnen nochmals dünn ausziehen,
  • mit Kraut und Speck belegen und aufrollen.
  • Nudelrollen in ca 6cm dicke Stücke schneiden
  • hochkant in einen gut gebutterten Schmortopf stellen.
  • mit ca 3-4cm Weisswein/Brühe umgiessen und 30min langsam dünsten.

Achtung, zum Schluss können die Krapfen leicht verbrennen! Dazu gab es eine Schüssel grünen Salat und Weisswein.

 

 

Gochujang-Bolognese

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Eine der wichtigsten Zutaten in der koreanischen Küche ist Gochujang – eine aromatisch scharfe Chilipaste, die für diverse Gerichte benötigt wird. Auf der Suche nach einer weiteren Verwendung für die doch gut vorhandene Restmenge erinnerte ich mich an eine Sauce, die ich mir auf Pinterest einmal angepinnt hatte. Eigentlich eine Variante von Bolognese, aber eben mit scharf-asiatischem Akzent. Eigentlich genau richtig für das heisse Wetter, denn Chili ist gut gegen Hitze!

Zutaten:

  • 1 Zwiebel hacken und in Öl anschwitzen
  • 1 grosser Essl. Gochujang und etwas Knoblauch mitrösten
  • ca 200g Hackfleisch zugeben und krümelig anbraten
  • mit ca 200ml Tomatenpassata aufgiessen und 15min einköcheln
  • mit Salz und etwas Sojasauce abschmecken
  • zum Schluss eine Mischung aus geriebenem Cheddar und Parmesan unterheben

Wer mag, kann auch noch ein bisschen Schmand dazugeben. Dazu gab es bei mir “stilecht” Udon-Nudeln. Mir hat die Sauce sehr gut geschmeckt. Nachdem die Zubereitungszeit viel kürzer ist, als meine üblichen Nudelsaucen ist das eine gute Alternative für den schnellen Nudelhunger.

Bärlauchpesto

Bärlauchpesto!

Endlich ist Bärlauchsaison und das erste wirklich frische Grün kommt auf den Teller. Am Karfreitag waren wir darum in unseren Ulmer Bärlauchgründen und haben mehrere Handvoll von den knofeligen Blättchen gesammelt. Schliesslich braucht es ein bisschen Vorrat an Pesto für den Rest vom Jahr. Schliesslich stinkt man nach einer Riesenportion Barlach lange nicht so arg wie nach einer entsprechenden Menge Knoblauch! Dazu gab es dann einfach Nudeln und ein bisschen zerkrümelten Feta.

Zutaten:

  • 3 grosse Handvoll Bärlauch
  • 2 Teel. Salz
  • 100g Sonnenblumenkerne
  • mit Raps- oder Olivenöl im Blender fein pürieren

In Gläschen füllen und zu Schluss einen luftdichten Ölspiegel drübergiessen. Hält im Kühlschrank mehrere Wochen bis Monate.

Mangoldpasta sizilianisch

Pasta mit Mangold,Feta,Rosinen

Momentan gibt es wunderschönen Mangold auf dem Markt, der darum auch einfach mit in den Korb musste. Anstelle der klassischen Version mit Sahne und Knoblauch tauchte eine Erinnerung an eine sizilianische Pasta auf, die eher süsslich-scharfe Aromen hatte. Aus der Erinnerung und den Vorräten wurde daraus eine angelehnte Version. Auch wer sonst nicht so der Freund von Rosinen im salzigen Essen ist, sollte dem Ganzen eine Chance geben.

Zutaten für zwei:

  • 1 kleingehackte Zwiebel und 1-2 Knoblauchzehen andünsten
  • eine Handvoll Rosinen mitdünsten
  • 2-4 gehackte Sardellen untermischen, dann
  • ca 500g feingeschnittenen Mangold zugeben
  • Salz, Pfeffer, Chili, 1/2 Teel. Fenchelsaat
  • mit etwas Brühe knapp weich schmoren
  • zum Schluss mit 200g zerkrümeltem Feta vermischen

Dazu gab es bei uns selbstgemachte Pasta aus halb Spätzlemehl und halb Hartweizengriess. Ein luxuriöses vegetarisches Wochenendgericht. Anstelle von Mangold kann man auch sehr gut Fenchel nehmen, dann noch ein bisschen Tomate zugeben. Sardellenhasser können natürlich auch die Sardellen weglassen, obwohl die dem Gemüse den richtigen Pfiff verleihen.

Apfelspätzle

Seltsamerweise kenne ich als Münchnerin offensichtlich schwäbisch-allgäuerische Gerichte, die selbst die hiesigen Schwaben nicht kennen. Jedenfalls wurde ich jedes Mal bei der Erwähnung von Apfelspätzle ziemlich seltsam angeschaut. Spätzle gibt es hier wohl mit Soss´, mit Käse und eigenartigerweise auch zum Wiener Schnitzel – aber mit Apfel?

Darum habe ich zumindest bei meinem Freund diese Bildungslücke geschlossen und heute mal Apfelspätzle gemacht. Die gab es früher gelegentlich bei meiner Allgäuer Oma und meine Mutter hat es von ihr übernommen. Die Kombination aus salzigen Spätzle und den eher süss-säuerlichen buttrigen Äpfeln ist ungewohnt, aber ernsthaft lecker. Leider handelt es sich dabei mal wieder um eines der unfotografierbaren Ton-in-Ton-Gerichte, die auf dem Foto nichts hermachen. Davon solltet ihr euch nicht abschrecken lassen.

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Zutaten für zwei:

  • 200g Weizendunst
  • 2 Eier
  • grosse Prise Salz

mit Wasser zu einem zähflüssigen Teig schlagen. Mindestens 30min quellen lassen, dann mit dem Spätzleherstellungsgerät der Wahl in Salzwasser kochen

Währenddessen ca 3 Boskopäpfel schälen, in grobe Stücke schneiden und in einem guten Stück Butter in einer Pfanne langsam gardünsten, nicht zu Mus kochen. Zum Schluss die heissen Spätzle mit den Äpfeln in eine Form schichten, noch einige Butterflöckchen draufstehen. Wer mag, kann ein bisschen Pfeffer drübermahlen. Dazu gab es einen Rote-Beete-Rohkostsalat mit Walnuss und Kreuzkümmel.