Schweinebauch aus dem Slowcooker – Samgyupsal

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Vor zwei Jahren habe ich einmal einen kleinen Slowcooker mit 2 Litern Fassungsvermögen gekauft, den ich leider viel zu selten benutze. Irgendwie fehlt mir immer die zündende Idee, was ich damit anfangen könnte. Diesmal kam die Zündung von einem koreanischen Foodblog. Nachdem ich alles daheim hatte, was bei den wenigen Zutaten nicht allzu schwierig war, war das Essen schnell vorbereitet. In der Zwischenzeit kann man so tolle Dinge tun wie Einkaufen, Unkraut jäten oder ein Schläfchen halten….

Zutaten:

  • je 1 Teel. Knoblauch und geriebener Ingwer mit
  • 1 Essl. Doenjang-Paste zu einer Paste rühren
  • ca 600g Schweinebauch damit einreiben
  • 1-2 grosse Zwiebeln in Ringen auf den Boden des Slowcookers legen
  • den Schweinebauch darüber legen
  • ca 100ml Wasser (alternativ Kaffee) zugeben

Das Ganze ca 3h auf high oder 5-6h auf Low garen. Dann aus 2 Essl. Sojasauce, 2 Essl. Wein und 1 Teel. Zucker mit etwas Kochflüssigkeit einen dicklichen Sirup kochen und das Fleisch von allen Seiten damit glasieren. (Achtung- verbrennt schnell. Fragt nicht woher ich das weiss…)

Dazu einfach Reis, die gegarten Zwiebeln und noch einen Salat. Stilgerecht eigentlich mit in Streifen geschnittenen Frühlingszwiebeln, die ich aber nicht hatte. Das Fleisch wird weich und zart und lässt sich mit dem Löffel essen. Auch gut für unvegetarische Gäste geeignet.

Gochujang-Bolognese

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Eine der wichtigsten Zutaten in der koreanischen Küche ist Gochujang – eine aromatisch scharfe Chilipaste, die für diverse Gerichte benötigt wird. Auf der Suche nach einer weiteren Verwendung für die doch gut vorhandene Restmenge erinnerte ich mich an eine Sauce, die ich mir auf Pinterest einmal angepinnt hatte. Eigentlich eine Variante von Bolognese, aber eben mit scharf-asiatischem Akzent. Eigentlich genau richtig für das heisse Wetter, denn Chili ist gut gegen Hitze!

Zutaten:

  • 1 Zwiebel hacken und in Öl anschwitzen
  • 1 grosser Essl. Gochujang und etwas Knoblauch mitrösten
  • ca 200g Hackfleisch zugeben und krümelig anbraten
  • mit ca 200ml Tomatenpassata aufgiessen und 15min einköcheln
  • mit Salz und etwas Sojasauce abschmecken
  • zum Schluss eine Mischung aus geriebenem Cheddar und Parmesan unterheben

Wer mag, kann auch noch ein bisschen Schmand dazugeben. Dazu gab es bei mir “stilecht” Udon-Nudeln. Mir hat die Sauce sehr gut geschmeckt. Nachdem die Zubereitungszeit viel kürzer ist, als meine üblichen Nudelsaucen ist das eine gute Alternative für den schnellen Nudelhunger.

Schweinsbraten koreanisch (oder so…)

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Wir waren letzte Woche in Berlin, nicht nur um Freunde zu besuchen, sondern auch für Sightseeing und natürlich auch wegen den vielen Restaurants, die die Hauptstadt so bietet. Im Vergleich zu Ulm ist die Auswahl natürlich fantastisch – es gibt hier Nationalküchen, von denen hat man hierzulande noch nichtmal was gehört, geschweige denn gegessen.

Mit unseren Freunden waren wir im Ho Do Ri (in Kreuzberg, Nähe Yorckstr.), einem Koreaner, in dem auch fast nur asiatisch aussehende Gäste anwesend sind. Das spricht für eine einigermassen authentische Küche. Jedenfalls war unser Menü so lecker, dass ich mir gleich einige koreanische Gewürze zum Kochen im Asiamarkt am Hackeschen Markt besorgt habe, um das Ganze mal zu Hause nachzukochen. Nach Studium von einigen koreanischen Foodblogs wurde dann am Wochenende ein koreanisch inspirierter Schweinsbraten gezaubert. Und einfach ging es auch noch.

Zutaten:

  • 800g Schweinebraten an der Oberfläche rautenförmig tief einritzen
  • eine Marinade rühren aus
  • 2 Teel. Gochujang, 2 Teel. Sojasauce, einem Schuss Mirin
  • 1 Teel. Sesamöl, 3 Essl. Zucker, 3 Knoblauchzehen
  • etwas geriebenem Ingwer

Den Braten in der Marinade über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen, dann bei ca 170Grad im Ofen für etwas eineinhalb Stunden backen, dabei gelegentlich mit der Marinade beschöpfen. Dazu passt natürlich am besten Reis. Wir haben aus Mangel an Kimchi oder wenigsten Pak Choy ein Mangoldgemüse in Sojasauce dazu gegessen.