Pasta mit Mangold/Sardellen/Chili

Pasta mit Mangold und Sardellen

Der Mangold im Garten vom letzten Jahr treibt schon wieder aus, und bevor er wieder total ausschosst, wurde lieber nocheinmal reichlich geerntet. Diesmal wurde daraus ein schnell improvisiertes Pastagericht, das trotzdem überraschend lecker und würzig war, insbesondere durch die reichliche Zugabe von Sardellen.

Zutaten für 3 Mittelhungrige

  • 3 Knoblauchzehen in reichlich Olivenöl anschwitzen
  • ca 5 Sardellen und eine getrocknete und gemörserte Chilischote zugeben
  • 3-4 getrocknete kleingeschnittene Tomaten dazu
  • ca. 500g reingeschnittener Mangold und andünsten
  • salzen und mit einem Schluck Sahne ablöschen
  • dazu ca 300g Pasta und reichlich Parmesan

Die Zubereitungszeit dauert alles in allem etwa 30 Minuten. Die Sardellen sind nicht wirklich fischig herauszuschmecken, geben aber reichlich Umami. Mit den Chilischoten muss man sich je nach gewünschtem Schärfegrad herantasten. Wir fanden eine einzelne BirdsEye völlig ausreichend, andere sind da vielleicht härter im Nehmen.

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Türkische Pasta mit Joghurt und Dill

Turkish pasta

 

Momentan läuft auf Food52 der “Piglet Tournament”, ein Kochbuchwettstreit, in dem Kochbücher gegeneinander antreten und von verschiedenen Testern bewertet werden. Ein bisschen wie Fussball – mit Achtel-Viertelfinale bis zur Endrunde. Bisher war eigentlich immer etwas Interessantes dabei, was häufig auch zu vermehrten Kochbuchkäufen führte.

Diesmal musste ich jedoch nichts Neues kaufen, denn ich hatte das Buch von Diana Henry – Simple schon in meinem elektronischen Bücherregal. Nachdem die Testerin von den Joghurtsaucennudeln recht angetan war, musste ich die auch mal nachkochen.

Wir haben allerdings anstelle der Tagliatelle selbstgemachte Pizzoccheri (2/3 Buchweizen, der Rest Hartweizenmehl) gemacht, eigentlich nur weil das Buchweizenmehl auch mal wegmusste. Die Sauce selbst ist bis auf das Schmoren der Zwiebeln schnell gemacht. Selbst als Nicht-Liebhaber von Dill muss ich sagen – hier passt er gut dazu.

Zutaten für 2 hungrige Saucenesser:

  • 4 mittlere Zwiebeln mit 2 Essl. Olivenöl und 1 Knoblauch karamellisieren
  • (dauert ca 30min, notfalls etwas Wasser zum Verhindern des Anbrennens)
  • mit etwas Zimt und Chili sowie Salz würzen
  • ggf. mit Zitronensaft abschmecken
  • mit etwas Milch mischen
  • einige Löffel Joghurt unterheben und nur noch durchwärmen
  • die heisse Pasta mit der Sauce mischen
  • einen kleinen Bund gehackten Dill unterheben
  • mit zerkrümeltem Feta bestreuen

Die Autorin begiesst das Ganze noch mit gesalzener und mit Cayenne gewürzter Butter. Bestimmt auch gut, aber weniger figurfreundlich, darum von uns weggelassen.

Pasta brutale (one pot pasta)

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Seit einiger Zeit zieht die One Pot Pasta im Netz ihre Kreise, von mir mit einem gewissen Interesse und noch mehr Skepsis beäugt. Aber nachdem heute Not an der Frau war, gab ich der Pasta doch eine Chance. Nach einem der vielen Grundrezepte nun meine Version der superschnellen Pasta für Leute mit Hunger und fast nix zu Hause.

  • 1 Zwiebel hacken und in Öl anschwitzen
  • 1 400g Dose Kirschtomaten
  • 1 Teel. Oregano, etwas Chilipulver
  • 1 Essl. Salzkapern
  • 225g Pasta
  • 250ml heisse Brühe
  • köcheln, bis die Pasta gar ist
  • 1 kleine Dose Thunfisch in Öl unterheben

Fazit: Besser, als erwartet. Nudeln nicht matschig. So schnell wie ein Fix für ….was auch immer. In der Notsituation mit viel Hunger, wenig Zeit und fast nix zu Hause eine immerhin achtbare Alternative zum Käsebrot.

Krautkrapfen – allgäuerisch

Krautkrapfen

Meine Oma väterlicherseits war aus dem Allgäu. Daher wurde in unser heimatliches fränkisch-bayerisches Kochrepertoire auch “ausländisches” Essen integriert. Meine Mutter hat das nur sehr selten gekocht, denn ohne Nudelmaschine ist das Ganze schon etwas aufwendig. Vor allem, wenn man für zwei hungrige Teenager kocht, die sowieso fressen wie die Wanderheuschrecken. Inzwischen muss ich leider selbst zur Tat schreiten, aber eigentlich war es zu zweit nicht soo aufwendig.

Zutaten (für 3 verfressene oder 4 normale Esser):

  • 350g Mehl und
  • 3-4 Eier, Prise Salz, etwas Wasser zu einem Nudelteig kneten
  • mindestens 30min ruhen lassen.
  • 200g geräucherten Speck gewürfelt ausbraten
  • im Speckfett 2 gehackte Zwiebeln karamellisieren lassen
  • ca 800-1000g frisches Sauerkraut zugeben
  • mit etwas Lorbeer und Wacholder 30min weich dünsten.
  • Nudelteig durch die Maschine drehen,
  • die Teigbahnen nochmals dünn ausziehen,
  • mit Kraut und Speck belegen und aufrollen.
  • Nudelrollen in ca 6cm dicke Stücke schneiden
  • hochkant in einen gut gebutterten Schmortopf stellen.
  • mit ca 3-4cm Weisswein/Brühe umgiessen und 30min langsam dünsten.

Achtung, zum Schluss können die Krapfen leicht verbrennen! Dazu gab es eine Schüssel grünen Salat und Weisswein.

 

 

Asia-Hühnersuppe

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Wenn die Schnupfensaison sich auf ihren ersten Höhepunkt zubewegt und der Freund mit roter Nase vom Bahnhof kommt, dann ist heisse Suppe immer eine gute Idee. Anstelle der üblichen “normalen” Hühnerbrühe gab es diesmal die verschärfte asiatische Version mit Ingwer und Chili. Das putzt jede Nebenhöhle mal so richtig durch.

Nachdem man heutzutage wirklich Schwierigkeiten hat ein ordentliches Suppenhuhn zu bekommen, nicht so ein völlig abgemagertes Tierchen, an dem wirklich nichts mehr dran ist, habe ich mich mit einem Pfund fleischiger Hühnerflügel beholfen. Da ist immerhin genug Haut und auch Knochen dran, damit die Brühe auch Geschmack bekommt.

Zutaten für zwei hungrige und verschnupfte Esser:

  • 500 bis 600g Hühnerflügel
  • daumengrosses Stück Ingwer in dicken Scheiben
  • 2 Knoblauchzehen, 2 gelbe Rüben
  • 1 Sternanis
  • 2 Chilischoten
  • 3-5 Frühlingszwiebeln

Die Hühnerflügel kurz leicht anbraten, mit ca 1 bis 1,5l Wasser aufgiessen, die restlichen Zutaten zugeben und ein bis zwei Stunden leise köcheln lassen. Immer wieder abschäumen. Mässig salzen. Die ausgekochten Hühnerflügel entbeinen und die Fleischstücke zurück in die Brühe geben. Ausgekochte Gemüse und die Gewürze aus der Brühe fischen und entfernen.

Als Nudeln passen Reisnudeln natürlich am besten, hatte ich aber nicht, bei mir gab es italienische Muschelnudeln.Also einfach ca 150g Nudeln nach Wahl entweder in der Brühe kochen oder fertig gekocht zugeben. Mit Koriandergrün bestreuen. Bei Tisch noch mit Sojasosse und evtl. Fischsosse würzen. Loslöffeln.

Gochujang-Bolognese

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Eine der wichtigsten Zutaten in der koreanischen Küche ist Gochujang – eine aromatisch scharfe Chilipaste, die für diverse Gerichte benötigt wird. Auf der Suche nach einer weiteren Verwendung für die doch gut vorhandene Restmenge erinnerte ich mich an eine Sauce, die ich mir auf Pinterest einmal angepinnt hatte. Eigentlich eine Variante von Bolognese, aber eben mit scharf-asiatischem Akzent. Eigentlich genau richtig für das heisse Wetter, denn Chili ist gut gegen Hitze!

Zutaten:

  • 1 Zwiebel hacken und in Öl anschwitzen
  • 1 grosser Essl. Gochujang und etwas Knoblauch mitrösten
  • ca 200g Hackfleisch zugeben und krümelig anbraten
  • mit ca 200ml Tomatenpassata aufgiessen und 15min einköcheln
  • mit Salz und etwas Sojasauce abschmecken
  • zum Schluss eine Mischung aus geriebenem Cheddar und Parmesan unterheben

Wer mag, kann auch noch ein bisschen Schmand dazugeben. Dazu gab es bei mir “stilecht” Udon-Nudeln. Mir hat die Sauce sehr gut geschmeckt. Nachdem die Zubereitungszeit viel kürzer ist, als meine üblichen Nudelsaucen ist das eine gute Alternative für den schnellen Nudelhunger.

Mangoldpasta sizilianisch

Pasta mit Mangold,Feta,Rosinen

Momentan gibt es wunderschönen Mangold auf dem Markt, der darum auch einfach mit in den Korb musste. Anstelle der klassischen Version mit Sahne und Knoblauch tauchte eine Erinnerung an eine sizilianische Pasta auf, die eher süsslich-scharfe Aromen hatte. Aus der Erinnerung und den Vorräten wurde daraus eine angelehnte Version. Auch wer sonst nicht so der Freund von Rosinen im salzigen Essen ist, sollte dem Ganzen eine Chance geben.

Zutaten für zwei:

  • 1 kleingehackte Zwiebel und 1-2 Knoblauchzehen andünsten
  • eine Handvoll Rosinen mitdünsten
  • 2-4 gehackte Sardellen untermischen, dann
  • ca 500g feingeschnittenen Mangold zugeben
  • Salz, Pfeffer, Chili, 1/2 Teel. Fenchelsaat
  • mit etwas Brühe knapp weich schmoren
  • zum Schluss mit 200g zerkrümeltem Feta vermischen

Dazu gab es bei uns selbstgemachte Pasta aus halb Spätzlemehl und halb Hartweizengriess. Ein luxuriöses vegetarisches Wochenendgericht. Anstelle von Mangold kann man auch sehr gut Fenchel nehmen, dann noch ein bisschen Tomate zugeben. Sardellenhasser können natürlich auch die Sardellen weglassen, obwohl die dem Gemüse den richtigen Pfiff verleihen.