Apfelspätzle

Seltsamerweise kenne ich als Münchnerin offensichtlich schwäbisch-allgäuerische Gerichte, die selbst die hiesigen Schwaben nicht kennen. Jedenfalls wurde ich jedes Mal bei der Erwähnung von Apfelspätzle ziemlich seltsam angeschaut. Spätzle gibt es hier wohl mit Soss´, mit Käse und eigenartigerweise auch zum Wiener Schnitzel – aber mit Apfel?

Darum habe ich zumindest bei meinem Freund diese Bildungslücke geschlossen und heute mal Apfelspätzle gemacht. Die gab es früher gelegentlich bei meiner Allgäuer Oma und meine Mutter hat es von ihr übernommen. Die Kombination aus salzigen Spätzle und den eher süss-säuerlichen buttrigen Äpfeln ist ungewohnt, aber ernsthaft lecker. Leider handelt es sich dabei mal wieder um eines der unfotografierbaren Ton-in-Ton-Gerichte, die auf dem Foto nichts hermachen. Davon solltet ihr euch nicht abschrecken lassen.

2015-02-08_01-09-22

Zutaten für zwei:

  • 200g Weizendunst
  • 2 Eier
  • grosse Prise Salz

mit Wasser zu einem zähflüssigen Teig schlagen. Mindestens 30min quellen lassen, dann mit dem Spätzleherstellungsgerät der Wahl in Salzwasser kochen

Währenddessen ca 3 Boskopäpfel schälen, in grobe Stücke schneiden und in einem guten Stück Butter in einer Pfanne langsam gardünsten, nicht zu Mus kochen. Zum Schluss die heissen Spätzle mit den Äpfeln in eine Form schichten, noch einige Butterflöckchen draufstehen. Wer mag, kann ein bisschen Pfeffer drübermahlen. Dazu gab es einen Rote-Beete-Rohkostsalat mit Walnuss und Kreuzkümmel.

Advertisements