Olivenölkuchen mit Orangenmarmelade

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Lust auf Kuchen und keine Butter im Haus? Aber immerhin Eier, Zucker, Marmelade und eine einsame Zitrone? Dann ist der Kuchen nicht weit.

Ganz ehrlich – einen Olivenölkuchen habe ich auch noch nie gegessen, das wollte ich schon lange mal probieren. Und die Idee mit der Orangenmarmelade habe ich aus Nigel Slaters Kitchen Diaries adaptiert.  Aber Dank eines Grundrezeptes wurde es ein echt guter Kuchen mit einer karamelligen, fruchtigen Zitrusnote.

Zutaten:

  • 175g Zucker und zwei Esslöffel Orangenmarmelade
  • Saft einer Zitrone und ca 100ml Naturjoghurt
  • 3 grosse Eier
  • 1/4 Teel. Salz
  • 150ml Olivenöl verrühren
  • in einer zweiten Schüssel 230g Dunkelmehl
  • 1 1/2 Teel. Backpulver und 1/2 Teel. Natron mischen
  • die trockenen Zutaten in die feuchten Zutaten mit dem Löffel mischen
  • ggf. noch etwas Obst (hier 1 gewürfelter Apfel) unterheben
  • in die gefettete und mit Sesam ausgestreute Kastenform füllen
  • bei 180Grad für ca 50min backen

 

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Das Kommentator-Brot

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Falls sich jemand über den seltsamen Namen wundert – es gab mal im Plötzblog ein Rezept für Schrotbrot, bei dem ein Leser unter den Kommentaren seine etwas schlichtere Version vorgestellt hatte. Das habe ich damals dann auch nachgebacken, weil es deutlich einfacher herzustellen war und ausserdem auch geschmacklich recht lecker ist.

Ich hatte das Brot jetzt schon länger nicht mehr gebacken, weil mir im Sommer eher nach leichteren, weizenbetonten Broten ist. Aber jetzt im November hatte ich wieder Lust auf ein kerniges Brot mit Roggenschrot.

Mit dem Rezept kann man prima herumspielen, die erste Sauerteigstufe verträgt durchaus einen hohen Schrotanteil. Wer es weniger kernig mag nimmt einfach Vollkornmehl.

Zutaten für die 1,5kgForm:

  • 300g Roggenschrot/Vollkornmehl nach Gusto
  • 50g Roggenanstellgut
  • 300g Wasser
  • für 12-15h warm gehen lassen
  • dann mit 150g Roggenvollkornmehl
  • 250g Dinkelvollkornmehl
  • ca 50g Kerne (Sonnenblume/Sesam/Kürbis etc), Brotgewürz nach Wunsch
  • 16g Salz
  • 330g Wasser mischen (betonartige Konsistenz)
  • 30min lang ruhen lassen

Teig in die gefettete Kastenform füllen, glattstreichen, bis zur fast vollen Gare gehen lassen. Das dauert im Ofen mit Lampe ca 2h. Bei 250Grad auf 200Grad fallend mit wenig Dampf ca 70 min backen.

Asia-Hühnersuppe

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Wenn die Schnupfensaison sich auf ihren ersten Höhepunkt zubewegt und der Freund mit roter Nase vom Bahnhof kommt, dann ist heisse Suppe immer eine gute Idee. Anstelle der üblichen “normalen” Hühnerbrühe gab es diesmal die verschärfte asiatische Version mit Ingwer und Chili. Das putzt jede Nebenhöhle mal so richtig durch.

Nachdem man heutzutage wirklich Schwierigkeiten hat ein ordentliches Suppenhuhn zu bekommen, nicht so ein völlig abgemagertes Tierchen, an dem wirklich nichts mehr dran ist, habe ich mich mit einem Pfund fleischiger Hühnerflügel beholfen. Da ist immerhin genug Haut und auch Knochen dran, damit die Brühe auch Geschmack bekommt.

Zutaten für zwei hungrige und verschnupfte Esser:

  • 500 bis 600g Hühnerflügel
  • daumengrosses Stück Ingwer in dicken Scheiben
  • 2 Knoblauchzehen, 2 gelbe Rüben
  • 1 Sternanis
  • 2 Chilischoten
  • 3-5 Frühlingszwiebeln

Die Hühnerflügel kurz leicht anbraten, mit ca 1 bis 1,5l Wasser aufgiessen, die restlichen Zutaten zugeben und ein bis zwei Stunden leise köcheln lassen. Immer wieder abschäumen. Mässig salzen. Die ausgekochten Hühnerflügel entbeinen und die Fleischstücke zurück in die Brühe geben. Ausgekochte Gemüse und die Gewürze aus der Brühe fischen und entfernen.

Als Nudeln passen Reisnudeln natürlich am besten, hatte ich aber nicht, bei mir gab es italienische Muschelnudeln.Also einfach ca 150g Nudeln nach Wahl entweder in der Brühe kochen oder fertig gekocht zugeben. Mit Koriandergrün bestreuen. Bei Tisch noch mit Sojasosse und evtl. Fischsosse würzen. Loslöffeln.

Wirsingrisotto mit Blauschimmelkäse

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Ein aus der Not geborenes Gericht, denn der Bleu d´Auvergne musste ganz dringend weg. Eigentlich wollte ich damit dieses Ottolenghi-Gericht mit Kürbis und Quittenmus machen, aber irgendwie kam es doch nicht zustande. Nachdem ich Blauschimmelkäse nicht besonders gerne pur esse landete ein grosses Stück davon im Risotto.

Auf der Suche nach etwas Farbe im Risotto fand sich im Kühlschrank noch Wirsing aus dem eigenen Garten und noch eine einsame Zitrone. Check!

So richtige Mengenangaben für eine Risotto gibt es ja nicht wirklich. Ich habe eine Zwiebel gewürfelt in Olivenöl und Butter angeschmort. Eine Tasse Vialone Nano mitdünsten. Mit Noilly Prat (zur Not geht auch der ordinäre Martini bianco) aufgiessen und dann eben immer wieder unter Zugabe von heisser  Brühe rühren. Die letzten zehn Minuten noch einige Wirsingblätter in feinen Streifen geschnitten mitgaren. Eine Handvoll Blauschimmelkäse zum Schluss unterrühren und mit etwas Zitronenschale, Salz und Pfeffer abschmecken. Mit Pecorino bestreut essen. Ziemlich lecker für ein Verlegenheitsgericht.